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Kleine Historie Fußball im Zollernalbkreis

Die erfolgreichsten Vereine

Oberliga Südwest Gruppe Süd / Landesliga Württemberg-Hohenzollern (Gruppe Nord) 1945-1950

Am 08.Juli 1951 entstand der Württembergische Fußballverband (WFV) als Dachorganisation der Fußballvereine in Württemberg durch den Zusammenschluss der regionalen Fußballverbände in Nord- und Südwürttemberg/Hohenzollern. Bis zum Zusammenschluss der beiden regionalen Teilverbände wurde von 1945 bis 1950 in der Landesliga Württemberg bzw. Amateurliga Südwürttemberg als zweithöchste deutsche Spielklasse unter der Oberliga Süd gespielt. Den Meistertitel in der Landesliga (Süd)Württemberg-Hohenzollern (Gruppe Nord) konnten zweimal Vereine aus unserer Region erringen:
 
1948/49               FV Ebingen (später FV 07 Ebingen)
1949/50               SV Tailfingen (später FC 1910 Tailfingen)
 
In der Saison 1949/1950 spielten der FV Ebingen als Meister der Landesliga und der SV Hechingen (später FC Hechingen) als weiterer Aufsteiger aus der Landesliga in der Oberliga Südwest Gruppe Süd. Die Begegnungen endeten 2:0 für den FV Ebingen und 0:0. Der SV Hechingen errang in dreißig Ligaspielen zwei Siege und zwei Unentschieden, der FV Ebingen 14 Siege und 6 Unentschieden. Hechingen musste als Tabellenletzter sogar den Gang in die neue 2.Amateurliga Staffel 4 antreten.

1. Amateurliga Württemberg 1950-1960

1950 wurde die gemeinsame 1.Amateurliga Württemberg als Unterbau der Oberliga Süd und damit als dritthöchste deutsche Spielklasse etabliert. Dazu wurden die besten vier Vereine aus der hohenzollerischen Liga in die württembergische Liga eingegliedert (u.a. der FV Ebingen). In dieser Form hatte die Liga bis 1960 Bestand. In der ersten Saison 1950/51 spielten der FV Ebingen als „Absteiger“ aus der Oberliga Südwest Gruppe Süd sowie der SV Tailfingen als Meister der Landesliga Gruppe Nord in dieser neuen Liga. Der FV Ebingen konnte einen 6.Tabellenplatz erringen, der SV Tailfingen stieg als 17. der Tabelle ab. Das gleiche Schicksal erlitt der FV Ebingen in der Saison 1952/53 als Tabellensechzehnter, konnte aber zur Saison 1955/56 wieder aufsteigen und sich bis zur Teilung der 1.Amateurliga im Jahr 1960 mit mittleren Tabellenplätzen behaupten.


Schwarzwald-Bodensee-Liga 1960-1978

Ab der Spielzeit 1960/61 teilte der Verband die 1.Amateurliga in zwei Staffeln, 1.Amateurliga Nordwürttemberg und 1.Amateurliga Schwarzwald-Bodensee („Schwarzwald-Bodensee-Liga“), um einen zweiten Platz für die Aufstiegsrunde zur 2.Oberliga Süd zu erhalten.
 
In der neugeschaffenen Schwarzwald-Bodensee-Liga spielten in der Saison 1960/61 der FV Ebingen sowie die Aufsteiger FC Tailfingen und TSV Burladingen.

In der Saison 1961/62 gelang es dem Aufsteiger FC Hechingen mit 104 geschossenen Toren in 30 Ligaspielen Meister zu werden. Gut die Hälfte der Tore erzielten dabei die Gebrüder Reichel. Hechingen verzichtete allerdings auf die Aufstiegsspiele zur 2.Oberliga Süd. Als 14. der Tabelle musste der TSV Burladingen leider den Gang in die 2.Amateurliga antreten. Tailfingen wurde in dieser Saison 4ter der FV Ebingen 10ter.

In der Saison 1962/63 belegten die Vereine unserer Region den 2.Platz (FC Tailfingen), den 3.Platz (FV Ebingen) und den 4.Platz (FC Hechingen).

In der Saison 1963/64 und in der Saison 1964/65 konnte der FV Ebingen jeweils die Meisterschaft in der Schwarzwald-Bodensee-Liga erringen.

Zur Saison 1965/66 schaffte der FC Onstmettingen unter Trainer Eugen Boss als Meister der 2.Amateurliga Staffel 4 den Aufstieg in die Schwarzwald-Bodensee-Liga, musste allerdings mit nur 2 Siegen und 2 Unentschieden den sofortigen Wiederabstieg in Kauf nehmen. Der FV Ebingen wurde Vizemeister.

Foto vom Spiel FC Konstanz – FC Tailfingen vom 19.09.1965

In der Saison 1966/67 konnte der Aufsteiger 1.FC Burladingen das Trio aus Ebingen, Tailfingen und Hechingen verstärken. Alle vier Vereine schafften den Nichtabstieg.
 
In der Saison 1967/68 mussten der 1.FC Burladingen und der FC Hechingen als Absteiger den Gang in die 2.Amateurliga antreten. Der FV Ebingen wurde Tabellenachter, der FC Tailfingen Tabellenzehnter.
 
In der Saison 1976/77 wurde der FC Tailfingen, punktgleich mit dem SSV Reutlingen (als Absteiger aus der 2.Bundesliga die 1974 zweigleisig als Ersatz für die fünf Regionalligen eingeführt wurde), Vizemeister. Der FV 07 Ebingen belegte den 6.Tabellenplatz.
 
In der letzten Saison 1977/78 der Schwarzwald-Bodensee-Liga konnte sich der FC Tailfingen als Tabellendritter direkt für die Oberliga Baden-Württemberg qualifizieren, der FV 07 Ebingen musste als Tabellenneunter in der neuen Saison in der Verbandsliga Württemberg antreten.

Presseartikel Saison 1977/78


Die „ewige Tabelle“ der Schwarzwald-Bodensee-Liga

Die „ewige Tabelle“ der Schwarzwald-Bodensee-Liga führt der FC Tailfingen mit 426 Spielen und 208 Siegen vor dem FV 07 Ebingen mit ebenfalls 426 Spielen und 189 Siegen an.
 
Der FC Hechingen kommt auf 212 Spiele und 90 Siege, der FC (TSV) Burladingen auf 120 Spiele und 34 Siege und der FC Onstmettingen auf 30 Spiele und 2 Siege.
 
Neben dem FC Tailfingen und dem FV 07 Ebingen gehörten lediglich der SC Schwenningen und der FC Wangen ununterbrochen der Schwarzwald-Bodensee-Liga an.

Oberliga Baden-Württemberg/ Verbandsliga Württemberg

1978 wurde gemeinsam mit dem Badischen und dem südbadischen Fußballverband die Oberliga Baden-Württemberg als Nachfolger der 1.Amateurliga (Schwarzwald-Bodensee-Liga) eingeführt. Dadurch war die Verbandsliga Württemberg die Oberste Spielklasse unter der Verwaltung des WFV und die vierthöchste deutsche Spielklasse. Mit Einführung der Regionalliga Süd zur Saison 1994/95 rutschte die Verbandsliga zur fünfhöchsten deutschen Spielklasse ab. Seit der Einführung der 3.Liga zur Saison 2008/2009 fand ein weiterer Abstieg der Verbandsliga zur sechsthöchsten deutschen Liga statt.
 
In der Oberliga Baden-Württemberg konnte sich der FC Tailfingen vier Saisons lang halten. In den Saisons 1978/79 und 1979/80 trainierte die Mannschaft Hans-Günther von de Fenn (33 Zweitligaspiele für den 1.FC Nürnberg, SSV Jahn Regensburg und den FC Freiburg) und erreichte einen 6. und einen 8.Tabellenplatz. In der Saison 1980/81 war Walter Böll Trainer bis April 1981. Danach übernahm Robert Wachter die Verantwortung. In der Saison 1981/82 erfolgte unter Trainer Robert Wachter, der nach 14 Spielen von Gerd Wizemann als Spielertrainer abgelöst wurde, als Tabellenfünfzehnter der Abstieg in die Verbandsliga. Im Kader standen mit Gerd Wizemann, Hansi Ringwald, Ralf Klare, Enzo Scarpinati, Konrad Sykora, Roland Gonser, Rolf Ammann, Jürgen und Walter Bosch, Karl-Heinrich Bitzer, Manfred Flohr und Johannes Gonser viele Spieler aus der eigenen Jugend.

Amateur-Oberliga Baden-Württemberg Saison 1981/82

Unvergessen bleiben sicherlich auch die Spiele des FCT in dieser Zeit im DFB-pokal.
 
1977      2.Pokalrunde:   FC Tailfingen - Rot-Weiß Essen                1:2
1978      2.Pokalrunde:   SC Freiburg – FC Tailfingen         2:0
1981      2.Pokalrunde:   VfL Bochum – FC Tailfingen        3:1
 
Dem FV 07 Ebingen gelang 1985 der Sieg im WFV-Pokal gegen den FC Wangen (Ergebnis: 4:3) und damit die Qualifikation für den DFB-pokal.

Gegner in der 1.Pokalrunde war der 1.FC Nürnberg, der das Spiel mit 7:2 im Ebinger Albstadion für sich entscheiden konnte.

Nach dem Abstieg des FC Tailfingen in die Verbandsliga Württemberg gab es zwar zwei sehenswerte Lokalderbys im Albstadion zwischen dem FCT und dem FV 07 mit mehreren tausend Zuschauern Ergebnisse: 4:3 für den FCT und 3:1 für den FV 07) , trotzdem erfolgte in der Saison 1982/83 der „Durchmarsch“ des FCT in die Landesliga Staffel 4. Damit war der FV 07 Ebingen die höchstklassige Mannschaft im Zollernalbkreis.

Verbandsliga Württemberg

Bei diesem Spiel am 03.Mai 1983 war der FV 07 Ebingen zum letztenmal bei einem Lokalderby „Gast“ im Ebinger Albstadion und konnte das Spiel mit 3:1 für sich entscheiden. Ab der Saison 1984/85 spielte der FC Tailfingen auf dem Sportgelände Lichtenbol.

Nach 5 verlorenen Spielen und dem letzten Tabellenplatz mit 0:10 Punkten in der Landesliga Staffel IV löste Hans-Günther von de Fenn Spielertrainer Gerd Wizemann beim FC Tailfingen ab. Mit „H.-G.“ kehrte der Erfolg zurück und der FC Tailfingen konnte, mit nur einer weiteren Niederlage in den restlichen 31 Spielen, die Meisterschaft und damit den direkten Wiederaufstieg in die Verbandsliga erringen. Neben dem FC Tailfingen war der Zollernalbkreis mit dem TSV Harthausen/Scher, SV Rangendingen, FC Hechingen, TSV Nusplingen und dem TSV Endingen sehr gut in der Landesliga vertreten.

In der Saison 1984/85 gab es dann endlich wieder das Lokalderby FV 07 Ebingen gegen den FC Tailfingen in der Verbandsliga Württemberg. Am Ende der Saison gelang dem FC Tailfingen mit 6 Punkten Vorsprung vor dem FV 07 Ebingen, der in die Landesliga absteigen musste, der Klassenerhalt.

Mannschaft des FV 07 Ebingen in der Saison 1984/85

Nachdem es in der Saison 1987/88 mit der Vizemeisterschaft und einem Unentschieden und einem verlorenen Aufstiegsspiel gegen den SV Linx (0:0 und 0:1) mit dem Aufstieg in die Oberliga für den FC Tailfingen nicht klappte, schaffte es der FC Tailfingen in der darauffolgenden Saison 1987/88 die Meisterschaft und damit den direkten Aufstieg in die Oberliga zu erringen.
 
Leider war es nur ein einjähriges Gastspiel in der Oberliga. Mit sieben Siegen und sieben Unentschieden stieg der FCT als 17.der Tabelle wieder in die Verbandsliga ab.

Legendär …
Das Logo des langjährigen Sponsors des FC Tailfingen „Ahorn Dress“ der Textilfabrik Balthas Blickles Witwe die nicht mehr existiert

Die Oberligamannschaft des FC Tailfingen in der Saison 1988/89:

1987/88 und 1989/90 errang der FV 07 Ebingen jeweils die Meisterschaft in der Landesliga Staffel 4.
1991/92 wurde der FC Tailfingen Meister in der Landesliga Staffel 4.

Der „Abschied“ der „Grün-Weißen“ des FC Tailfingen und „Rothosen“ des FV 07 Ebingen
 
Zum Ende des Bestehens des FC Tailfingen und des FV 07 Ebingen gelang dem FC Tailfingen in der Saison 1997/98 das Meisterstück in der Landesliga Staffel 4. Der FV 07 Ebingen konnte den Klassenerhalt in der Landesliga sichern.

Das letzte Derby zwischen dem FCT und dem FV 07

PresserberIcht des Zollern-Alb-Kuries vom 23.03.1998
Später Ausgleich im Albstadt-Derby
Tailfinger Führung, später Ausgleichstreffer - das mit Spannung erwartete Albstadt-Derby zwischen dem Tabellendreizehnten FV Ebingen und dem Titelaspiranten FC Tailfingen endete vor 800 Fans mit 1:1 (0:1). Vor der vergleichsweise dürftigen Kulisse von 800 Zuschauern lieferten sich die beiden Kontrahenten in der ersten Halbzeit ein recht munteres, abwechslungsreiches Match, das nach dem Seitenwechsel allerdings immer mehr verflachte.
Die letzte Meisterschaft des FC Tailfingen

Foto: Zollern-Alb-Kurier
Foto: Zollern-Alb-Kurier

Pressebericht des Zollern-Alb-Kuriers vom 18.05.1998

4:0 - FC Tailfingen ist Meister!
Weiler war gegen FCT-Abwehrbollwerk ohne Chance - Super-Serie hält auch im 21. Spiel
Der FC Tailfingen ist Meister der Fußball-Landesliga! Ein 4:0 (2:0)-Heimsieg am Samstag gegen den ernsthaftesten Verfolger SV Weiler wischte letzte Zweifel am Titelgewinn der nun seit 21 Spieltagen unbesiegten Tailfinger weg.
 
Von Ralph Conzelmann
Vor knapp 350 Zuschauern demonstrierte der FCT in seinem zweitletzten Heimspiel, was ihn erst zum Tabellenführer machte: Kompromisslose Defensivarbeit, gefährliche Konter, eiskalte Chancenverwertung. So konnten die Gäste aus dem Allgäu spielerisch mindestens Gleichwertiges entgegensetzen; die größere Homogenität hatte aber der FCT. Die in Meisterlaune gestimmten Fans hatten früh Grund zum Jubel: Nicolas Hoffmann brachte den Meister nach neun Minuten in Führung. Zuvor freilich hatte FCT-Keeper Jürgen Dieter einen Heinrich-Freistoßknaller gerade noch an die Latte gelenkt. Doch Sebastiano Testas Freistoß in der 40. Minute zum 2:0 brachte vollends Klarheit über den bevorstehenden großen Triumph. Nach weiteren guten Szenen erhöhte Thomas Henes - nach Foul an Hoffmann - per Elfmeter auf 3:0 (77.). Und eine Minute vor der spontanen Meisterfeier stellte Frank Zuchowski sogar noch auf 4:0 (89.). Die Tailfinger, die eigentlich nur noch einen Punkt zur Meisterschaft gebraucht hätten, feierten den Titelgewinn nach Spielende überschwenglich. Auf der spontan anberaumten Stadionparty tanzte der Bär; und die Akteure der Meisterelf taten ihren Titelgewinn lautstark in ganz Albstadt kund: Im Cabrio-Konvoi ging's quer durch die Stadtteile. Mit der Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die Verbandsliga hat der FC Tailfingen für den fusionierten FC 07 Albstadt brillante Startstrukturen im sportlichen Bereich geschaffen: Die erste Mannschaft des neuen Vereins wird den vom FCT erspielten Verbandsliga-Platz einnehmen. Noch ausführlicher - und dann natürlich auch bestens organisiert - wird derweil diesen Samstag der Triumph gefeiert. Vor, während und nach dem Heimspiel gegen den VfB Friedrichshafen (Anpfiff erst um 17 Uhr), in dessen Rahmen auch der Meisterwimpel überreicht werden soll, steigt die Aufstiegsfete im Lichtenbol-Stadion. Zuvor noch reisen die Grün- Weißen zum FV Saulgau (Donnerstag, 15 Uhr), während in einer Woche (nächsten Samstag, 17 Uhr) die Auswärtspartie bei der SG Öpfingen die Runde beendet. Für FCT-Trainer Karl-Heinz Weißenbach war die Landesliga-Meisterschaft übrigens bereits der dritte Titelgewinn binnen weniger Jahre: "Kalle" führte die TSG Balingen einst von der Bezirks- in die Landesliga, von dort schließlich sogar in die Verbandsliga. Beim FCT vollbrachte der ehemalige FCT-Oberligaspieler nahezu dasselbe Kunststück, feierte er mit dem Team in bislang zwölf Rückrundenspiele elf Siege und konnte damit die Meisterschaft bereits am viertletzten Spieltag perfekt machen. Eine Wahnsinnsleistung , die dem FCT vor Saisonbeginn sicherlich keiner zugetraut hatte. Sicherlich großen Anteil am Erfolg hat auch Weißenbachs Vorgänger Egon Flad, der die Mannschaft aus beruflichen und privaten Gründen nach der Winterpause an Meistermacher Karl-Heinz Weißenbach übergab.
FC Tailfingen: Dieter; Henes, Krainz, G. Testa, Pfeffer, Scheel (6. S. Testa), Poziemski (72. Schneider), Groß, Sauter (80. Eschment), Zuchowski, Hoffmann. Tore: 1:0 Hoffmann (9.), 2:0 S. Testa (40.), 3:0 Henes (77.), 4:0 Zuchowski (89.).

Pressebericht des Zollern-Alb-Kuriers vom 02.06.1998

Landesliga Staffel IV Sechs Treffer zum Abschied
Letztes Spiel der Rothosen - Auch Torwart wurde zum Torschützen

Nur knapp 100 Zuschauer waren am Samstagnachmittag ins Ebinger Alb-Stadion gekommen - der "heimliche Protest" gegen die Fusion war auch am letzten Spieltag zu spüren. Aber die Fans die gekommen waren, wurden Zeugen eines historischen Ereignisses: Zum letzten Mal spielten die Rothosen des FV 07 Ebingen in ihren Traditionsfarben. Die Albstädter Fußballzukunft präsentiert sich in Blau und Weiß.
 
Infolge der Verschmelzung von FV 07 Ebingen und FC Tailfingen zum FC 07 Albstadt werden in der kommenden Saison alle Jugend- und Aktivenmannschaften in den Farben Blau-Weiß den Spielbetrieb aufnehmen. Insofern wird künftig auch die Bezeichnung "die Ebinger Rothosen", die jahrzehntelang fester Bestandteil der Berichterstattung über den FV Ebingen war, in Zukunft der Formulierung "die Albstädter Blau-Weißen" weichen. Anläßlich des Saisonfinales verabschiedete sich die Vereinsführung des FV ebingen unmittelbar vor dem Anpfiff von jenen Spielern, die den Verein verlassen werden: Gregor Swietek, Björn Sauter, Dirk Oberger, Stefan Knipp und Markus Kemmer werden sich eine neue sportliche Herausforderung suchen. Holger Seiffert wurde ebenfalls verabschiedet, er wird ab der kommenden Saison als Co-Trainer fungieren. Die Partie zwischen dem Tabellenneunten FV Ebingen und dem Schlußlicht TSG Ehingen war in erster Linie von Einseitigkeit gekennzeichnet. Gegen eine absolut harmlose, landesligauntaugliche Gästemannschaft war der FVE in allen Belangen überlegen. Den Torreigen eröffnete Ebingens Libero Dirk Oberger bereits in der 7. Spielminute, als er eine mustergültige Flanke von Sylwester Mitrenga per Kopf zur Ebinger Führung vollenden konnte. In der 42, Minute erhöhte Sylwester Mitrenga ach einer gelungenen Kombination zwischen Sascha Nagy und Dirk Oberger zum vorentscheidenden 2:0. Nach dem Seitenwechsel wurde das Ebinger Schützenfest zunächst kurzzeitig unterbrochen, nachdem Schiedsrichter Haigis aus Holzhausen gezwungen war das Spiel aufgrund eines Gewitters kurzzeitig ruhen zu lassen. Doch anschließend konnten die Platzherren wieder nach Belieben schalten und walten. Zum treffsichersten Ebinger Akteur avancierte Spielmacher Uwe Baur, der im Verlauf der zweiten Halbzeit drei Treffer erzielte. In der 51. Minute verwandelte Uwe Baur einen direkten Freistoß zum 3:0. Nur drei Zeigerumdrehungen später schloß er einen gelungenen Doppelpaß mit Cedo Vujacic zum 4:0 ab. Wiederum nur 120 Sekunden später konnte dann Ebingens Torhüter Axel Conzelmann anstelle des etatmäßigen Strafstoßschützen Uwe Baur einen Foulelfmeter zum 5:0 verwandeln und durfte sich damit zum Saisonabschluß auch in die Ebinger Torschützenliste eintragen. Doppelte Freude übrigens für den Ebinger Schlußmann, der sich einerseits über sein erstes Saisontor freuen konnte und andererseits erstmals in dieser Runde zu Null spielte. Den Schlußpunkt des Ebinger Torreigens setzte Uwe Baur in der 74. Minute, zum Endstand von 6:0. Mit diesem Ergebnis waren die Ehinger allerdings noch gut bedient, denn gemessen an den Torchancen hätte der FV Ebingen am Samstag durchaus zweistellig gewinnen können.
Aufstellung FV Ebingen: Conzelmann, Swietek (ab 47. Knipp), Linder, Evren, Oberger, Nagy (ab 53. Klaiber), Seiffert, Lebherz (ab 53. Burkhart), Vujacic, Baur, Mitrenga.

Am 01.Juli 1998 fusionierten der FC Tailfingen und der
FV 07 Ebingen zum FC 07 Albstadt.

Die Mannschaften des neuformierten FC 07 Albstadt nahmen zur Saison 1998/99 mit der 1.Mannschaft in der Verbandsliga und mit der 2.Mannschaft in der Landesliga Staffel 4 den Spielbetrieb auf.
 
Im Juni 2011 gelang der Aufstieg als Tabellenzweiter im Relegationsspiel gegen den TV Echterdingen in Bonlanden in die Verbandsliga Württemberg.

Mannschaftskader der Saison 2016/2017 des FC 07 Albstadt in der Verbandsliga Württemberg

1993 legte die TSG Balingen mit der Meisterschaft in der Kreisliga A unter Trainer Enzo Scarpinati den Grundstein eine fulminante Aufwärtsentwicklung. Als Aufsteiger errang die TSG unter Trainer Kalle Weißenbach 1994 den Bezirksmeistertitel und in der darauffolgenden Saison, ebenfalls mit Kalle Weißenbach als Trainer, auch die Meisterschaft in der Landesliga Staffel 4. In der Verbandsliga kann sich die TSG Balingen in den darauffolgenden Jahren etablieren und steigt damit zur „stärksten Fußballkraft“ im Zollernalbkreis auf.

In der Saison 1998/99 kam es zum ersten Kräftemessen zwischen der TSG Balingen und dem Fusionsclub FC 07 Albstadt.


Pressebericht des Zollern-Alb-Kuriers vom 23.10.1998

Saisonvorgabe drängt die TSG in die Favoritenrolle beim Derby 
FC 07 Albstadt gegen Balingen - Morgen um 15.30 Uhr steigt das "Spiel der Spiele" 

Noch einmal werden die Fußballfans in der Region wach. Morgen, Samstag, steigt das mit größter Spannung erwartete Verbandsliga-Zollernderby zwischen dem FC 07 Albstadt und der TSG Balingen. Anpfiff im Albstadion in Albstadt-Ebingen ist um 15.30 Uhr.

von Ralph Conzelmann
Trainer, Funktionäre und Fans haben ihre Äußerungen und Prognosen abgegeben. Nun zählen einzig und allein die 90 Minuten zwischen An- und Abpfiff. Die elektrisierende Hochspannung wird sich von den Rängen auf die Spieler übertragen. Und mitentscheidend für den Ausgang der Partie wird sein, wie die Akteure ihre Nerven in Griff bekommen. Angesichts der zu erwartenden Rekordkulisse steht für manchen Albstädter und Balinger morgen das Spiel seines Lebens ins Haus. Kaum einer wird in seiner bisherigen fußballerischen Laufbahn vor derart vielen Fans aufgelaufen sein. Damit das Zollernalb-Derby auch zum fußballerischen Genuß wird, haben sich beide Trainer - Karl- Heinz Weißenbach vom FC 07 Albstadt und Frank Elser von der TSG Balingen - für die offensive Variante entschieden. Für die sportlichen Verantwortlichen der Lokalrivalen steht fest, daß ihre Akteure die besseren Voraussetzungen mitbringen. So haben Elser und Weißenbach unisono wissen lassen: "Mein Team spielt auf Sieg, denn wir wollen das Derby gewinnen." Besondere Brisanz erfährt das Aufeinandertreffen natürlich durch die Vergangenheit, als einige Spieler vom einen zum anderen Verein gewechselt sind. Jüngstes Beispiel: Fabio Gallinaro kam in der Sommerpause von der TSG zum FC 07. Auch Albstadts Trainer "Kalle" Weißenbach, der die Balinger einst von der Bezirks- in die Verbandsliga führte, schwang lange Jahre das Trainerzepter in der Kreisstadt. Andersrum stehen in Reihen der TSG mit Ralf Brandstetter, Karsten Maier, Dieter Oßwald, Igor Idjakovic, Andreas Adelbert, Frank Riewe und Armin Amann Fußballer, die ehedem beim FV Ebingen oder FC Tailfingen kickten. Selbst Balingens Physiotherapeut Eddi Arnold stand einst in Albstädter Diensten und wechselte 1996 die Fronten. Glücklicherweise haben sich die Wogen größtenteils geglättet. So trafen sich gestern abend in einem Albstädter Restaurant erstmals die Geschäftsführer und Vorsitzenden beider Vereine zu einer "kleinen Elefantenrunde". Initiatoren waren FC 07-Boss Horst Schlagenhauf und TSG-Abteilungsleiter Walter Meinlschmidt (wir werden noch berichten). Im Vorfeld der Derbys soll dieser Gedankenaustausch zur festen Institution werden.
 
Aktuell gute FC 07-Serie
Doch zurück zum Sportlichen. Mit Gastgeber FC 07 Albstadt stellt sich ein Aufsteiger vor, dessen Saisonziel naturgemäß der Klassenerhalt ist. Nach zwei Siegen in Folge weist die Elf von Trainer Weißenbach 14 Saisonzähler auf und belegt den siebten Platz. Der bisherige Saisonverlauf wird bei den Blau-Weißen also positiv beurteilt. Gleichwohl die Albstädter gegen Wangen (1:5), in Heidenheim (1:5) und auch in Zuffenhausen (1:3) recht chancenlos waren. Ein 3:0 gegen Heilbronn, ein 1:0 in Sindelfingen, das wichtige 3:0 gegen Schlußlicht Isny und der jüngste 2:1- Coup in Renningen stimmen aber durchaus zuversichtlich. Aus vermeintlich anderem Holz ist die TSG Balingen geschnitzt. Die Mannschaft von Ex-Kickers-Profi Frank Elser wird als Anwärter auf einen Spitzenplatz gehandelt und unterstrich ihre Ambitionen bis dato recht eindrucksvoll. So wurde beispielsweise Titelkandidat Spvgg Au vor kurzem mit 3:1 Toren abgekanzelt. Gegen Ofterdingen siegte die TSG vor über 1000 Fans sogar mit 5:2. Und das jüngste 1:1 gegen Sindelfingen war aus Elsers Sicht für den Gegner mehr als schmeichelhaft. Somit darf Balingen getrost als Spitzenmannschaft der Verbandsliga bezeichnet werden. Ein Umstand, der die Kreisstädter fürs morgige Derby in die Favoritenrolle drängt. Der FC 07 Albstadt weist aufgrund des erhofften Zuschauerandrangs darauf hin, daß das Parkplatzangebot in unmittelbarer Nähe zum Albstadion begrenzt ist.

Karsten Maier

Unter Trainer Karsten Maier kann 2005 und 2006 jeweils die Vizemeisterschaft errungen werden. In der Saison 2007/2008 ist es dann soweit. Die TSG Balingen wird souveräner Meister in der Verbandsliga und steigt in die Oberliga Württemberg auf.

Aktuell spielt die 1.Mannschaft der TSG Balingen unter Trainer Ralf Volkwein in der Oberliga Württemberg (fünfthöchste deutsche Liga) und ist damit die höchstklassige Mannschaft des Zollernalbkreises.
 
Die zweite Mannschaft der TSG Balingen konnte in der vergangenen Saison leider den Abstieg aus der Verbandsliga Württemberg in die Landesliga Staffel IV nicht vermeiden.

Oberliga- und Landesligakader der Saison 2016/2017