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Kleine Historie Fußball im Zollernalbkreis

Fußballprominenz im Zollernalbkreis

Pressebericht des Zollern-Alb-Kuriers vom 11.09.2000

Peter Reicherts Viererpack

Das war Fußball-Werbung in Vollendung: Die Ensinger- Prominenten-Elf gewann gestern Vormittag vor rund 500 Fans ein Freundschaftsspiel gegen eine regionale Auswahl mit 8:2 (2:1).
 
von Ralph Conzelmann 
Auf dem sonnenüberfluteten Waldheim-Sportgelände boten beide Teams ein überaus flottes Spiel. Bei der Ensinger-Elf wirkten bis auf den kreuzbandverletzten Fritz Walter alle angekündigten Ex-Profis mit. Besonders auffällig spielten die Förster-Brüder, der unermüdliche Guido Buchwald und der vierfache Torschütze Peter Reichert. Bei den "Zollernalb-Allstars", einer bunt zusammengestellten Kreisauswahl, gefielen insbesondere Filigrantechniker Gerd Wizemann, der defensivstarke Jürgen Kiefer, Ankurbler "Kalle" Weißenbach und der flinke, aber glücklose Helmut Breisch. Das erste Tor ging auf das Konto der "Gastgeber": Nach einem Foul an "Sepp" Breisch drosch Gerd Wizemann das Leder gegen den linken Pfosten. Im ersten Nachschuss scheiterte Hans Schairer an Tibor Schneider, den zweiten Abpraller "versenkte" Martin Gauggel in der 15. Minute zum 1:0. Fortan zogen die Favoriten aber bis auf 1:4 davon. Gleichwohl versteckte sich die Zollernalb-Equipe nicht und hatte - etwa bei Michael Maiers Lattenknaller (60.) - noch etliche Chancen. Das zweite Ehrentor blieb in der 65. Minute Fritz Bollmann vorbehalten.

Zollernalb-Allstars: Roland Gonser; Jürgen Kiefer, Fritz Bollmann, Jan Kawka, Roland Beck, Hans Schairer, Karl-Heinz Weißenbach, Michael Maier, Gerd Wizemann, Helmut Breisch, Andreas Sliz, Ernst Schairer, Martin Gauggel, Karl Friedrich, Jürgen Mannhardt
Ensinger Promi-Elf: Tibor Schneider; Günther Schäfer, Bernd Förster, Karlheinz Förster, Guido Buchwald, Walter Kelsch, Wolfgang Schüler, Edgar Schmitt, Klaus Zacyk, Peter Reichert, Bernd Schindler, Wilfried Trenkel, Charly Handschuh, Roland Mall, Antonio Viana, Hans-Peter Makan, Buffy Ettmayer (nicht eingesetzt)
Tore: 1:0 Gauggel (15.), 1:1 Reichert (19.), 1:2 Kelsch (Elfmeter, 28.), 1:3 Schüler (54.), 1:4 Kelsch (Elfmeter, 59.), 2:4 Bollmann (65.), 2:5, 2:6, 2:7 Reichert (68., 70., 79.), 2:8 Zacyk (86.)


Pressebericht Zollern-Alb-Kurier vom 22.05.2006

Von vier Klassen keine Spur

Zollern-Alb-Kurier vom 22.05.2006

Freundschaftsspiel-Knüller im Au-Stadion:
TSG Balingen - VfB Stuttgart 1:3 (1:2)
Der VfB Stuttgart in Balingen. Ein Fußballfest. An die 4000 Fans wollten den Bundesligisten sehen. Die Elf von Armin Veh tat sich bei ihrem 3:1 (2:1)-Erfolg gegen die TSG allerdings recht schwer.

von Ralph Conzelmann
Ein Vier-Klassen-Unterschied war nicht zu erkennen. Vielmehr demonstrierte der VfB Stuttgart, weshalb er die Bundesliga-Saison 2005/2006 nur als Neunter abschloss: Die Veh-Truppe verfügt nicht über die spielerischen Mittel, um selbst einen Fünftligisten im Schongang deutlich auf Distanz zu halten. Andersrum ausgedrückt: Die TSG lieferte eine starke Vorstellung ab, gab sogar in der letzten halben Stunde, als viele einen konditionellen Einbruch des krassen Außenseiters befürchteten, den Ton an. Bezeichnend, dass Ersatzkeeper Markus Bormann, der in der 70. Minute Igor Idjakovic abgelöst hatte, keinen einzigen Ball parieren musste. "Normalerweise müssen wir einen Punkt holen", scherzte Idjakovic nach dem Abpfiff.
So lange es wie aus Kübeln schüttete, war der VfB klar besser. Doch es regnete nur die erste Viertelstunde. Schon nach fünf Minuten fiel das 0:1, das Christian Tiffert nach herrlicher Cacau-Gentner-Vorarbeit locker erzielte. Idjakovic rettete anschließend erneut gegen Tiffert (7. Minute), dann zwang Balingens bärenstarker Gino Palmiero den VfB-Keeper Michael Langer zur ersten Glanztat (9.).
Erneut Palmiero schickte nach 19 Minuten den schnellen Turan Sahin auf die Reise, den legte - im Übrigen stark rot-verdächtig - der VfB-Junior Tobias Feisthammel. Logische Folge: Freistoß an der Straumgrenze. Palmiero schnappte sich das Leder, zog voll ab und der Ball zischte wie an der Schnur gezogen in den linken Torwinkel - das 1:1! Eine Augenweide, ein Traum von einem Tor.
Die Stuttgarter antworteten prompt. Der agile Cacau, über dessen Zukunft am Wasen noch nicht entschieden wurde, brachte den VfB wieder in Front (21.). Carevic verpasste den dritten Cannstatter Treffer nur knapp (34.). Vor der Pause drehte wieder der Verbandsligist auf: Palmiero auf Sahin, doch der kam einen Tick zu spät an die Kugel (38.). Dann Eckball Palmiero, Kopfball Tobias Göbel - Unterkante Latte! Fünf Zentimeter fehlten zum 2:2. Ein Hauch von Wembley . . .
Die zweite Halbzeit. "Das Scheibenschießen beginnt jetzt", frohlockte ein VfB-Fan aus Owingen. Pustekuchen. Seine Millionaros konnte er verteidigen wie er wollte - auf dem Platz vermochten sie nicht zu glänzen. Einzig der A-Jugendliche Dirk Prediger, fünf Minuten zuvor noch an Idjakovic gescheitert, traf zum 1:3 (62.).
Kaum zu glauben aber wahr: Davor und danach besaß Balingen die weitaus besseren Tormöglichkeiten. Eine Auswahl: Bezirgianidis köpfte zweimal aus guter Position drüber (52., 67.). Und der eingewechselte Gerhard Rill hatte ebenfalls das zweite TSG-Tor auf dem Schlappen: Erst verzog er aus vollem Lauf um Haaresbreite (76.), dann düpierte der Ex-Reutlinger nach Nikolic-Raab-Stafette die halbe VfB-Defensive, fand aber in Keeper Langer seinen Meister (78.).
"Alle Balinger waren gut", lobte anschließend VfB-Coach Armin Veh. Zur Leistung seiner Elf äußerte sich der Stuttgarter Trainer nicht. War wohl auch besser so.

TSG Balingen: Idjakovic (70. Bormann); Willig, Raab, Cus (50. Schelling), Taube, Schreyeck, Dilucia (50. Nikolic), Todorovic, Göbel (50. Bezirgianidis), Palmiero (70. Schippert), Sahin (66. Rill)
VfB Stuttgart: Langer; Beck (71. Pelipetz), Babbel, Feisthammel, Gerber (71. Katins), Hinkel, Meißner (46. Prediger), Carevic, Gentner, Tiffert, Cacau
Tore: 0:1 Tiffert (5.), 1:1 Palmiero (19.), 1:2 Cacau (21.), 1:3 Prediger (62.)


Pressebericht Zollern-Alb-Kurier vom 16.07.2007

Selbst Hitzfeld zeigt sich begeistert

Zollern-Alb-Kurier vom 16.07.2007

Freundschaftsspiel:
FC 07 Albstadt – FC Bayern München 0:13 (0:4) – 9500 Zuschauer im ausverkauften Albstadion
Der deutsche Rekordmeister FC Bayern München setzte sich vor 9500 restlos begeisterten Zuschauern gestern Nachmittag beim Landesligisten FC 07 Albstadt mit 13:0 (4:0) durch.

von Ralph Conzelmann
Vor zwei Jahren hatte der FC 07 Albstadt zum ersten Mal beim FC Bayern vorgefühlt. Gestern kurz nach 15 Uhr war's endlich soweit: Der Mannschaftsbus des Rekordmeisters rollte am Albstadion vor. Umlagert von unzähligen Fans bahnten sich die Stars den Weg ins Umkleidegebäude. Das „Jahrhundertspiel“ des FC 07 Albstadt, der seinen 100. Geburtstag feierte, sollte eine Stunde später beginnen.
Gut 9500 Fans im ausverkauften Rund, darunter der baden-württembergische Ministerpräsident Günther H. Oettinger sowie 30 Delegations-Teilnehmer des FC Bayern, verbreiteten eine fantastische, elektrisierende Stimmung. Schon zwei Stunden vor dem Anpfiff waren nahezu alle Sitz- und Stehplätze belegt. Mit einem bunten Rahmenprogramm unterhielt der FC 07 seine Besucher bestens.
Die Bayern ließen ihre erste Garnitur ran, wenn auch Ribéry, Sagnol, Podolski, van Bommel und Klose von Trainer Ottmar Hitzfeld nicht eingesetzt wurden. In der Startelf tauchten unter anderem Oli Kahn, Luca Toni und – erstmals nach seiner Verletzungspause – auch der spielfreudige Bastian Schweinsteiger auf.
Albstadts Coach Andreas Lang gab zunächst überwiegend seinen arrivierten Kickern aus der Vorsaison den Vorzug, wobei mit Arici und Jelas auch zwei „Neue“ beginnen durften. Im zweiten Durchgang wechselte Lang die übrigen Neuzugänge ein.
Der krasse Außenseiter hielt eine halbe Stunde ordentlich mit und verzeichnete sogar die dickste Chance in den Anfangsminuten, als Sylwester Mitrenga nach einer tollen Vorarbeit von Jörg Weiss aus 18 Metern knapp übers Tor zielte (12.).
Die allmählich ungeduldig werdenden Bayern-Fans erlöste Hamit Altintop, der einen 20 Meter-Kracher in den Winkel setzte (0:1, 31. Minute). Danach fielen die Treffer wie reife Früchte. Vertragsamateur Sandro Wagner, erneut Altintop und Bastian Schweinsteiger stellten den 0:4-Pausenstand her.
Auch in den zweiten 45 Minuten hielten die Bayern das Tempo hoch und stürzten die Hausherren von einer Verlegenheit in die nächste. Jansen, Wagner und zweimal van Buyten trugen sich bis zum 0:8 in die Torschützenliste ein. Ein Demichelis-Heber, ein 22 Meter-Kracher von Schweinsteiger und das Resultat war zwischenzeitlich zweistellig. Hummels, Zé Roberto und Demichelis besorgten den 0:13-Endstand.
Fazit: Bei hochsommerlichen Temperaturen boten die Albstädter ein wahres Fußballfest, bei dem vor allem die vielen Bayern-Anhänger voll auf ihre Kosten gekommen sein dürften. Organisatorisch leistete der FC 07 ganze Arbeit. Viele ehrenamtliche Helfer, ein eigens engagierter Sicherheitsdienst und auch die Catering-Mitarbeiter sorgten für einen reibungslosen Ablauf. So entschwanden die Münchner Stars sogar relativ ungeschoren Richtung Umkleidekabine, wobei einige Spieler durchaus manche der unzähligen Autogrammwünsche erfüllten.
Kurz vor 18.30 Uhr hieß es dann: Die Bayern sind wieder weg, im weiten Rund und vor dem Stadion wurde dennoch ausgelassen weitergefeiert. Der Bundesligist setzt seine Testspielserie am 18. Juli bei Borussia Mönchengladbach fort, dann schon folgt das Ligapokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen (21. Juli, in Düsseldorf). Am 31. Juli bestreitet der Rekordmeister beim 1. FC Köln das Abschiedsspiel für Lukas Podolski. Die erste DFB-Pokalrunde (6. August bei Wacker Burghausen) und eine Partie bei RSC Mallorca (7. August) stehen noch vor dem ersten Bundesliga-Spieltag (11. August gegen Hansa Rostock) an.
Zum Abschiedsspiel für Mehmet Scholl gibt sich schließlich der FC Barcelona am 15. August in der Allianz-Arena die Ehre.
Dafür interessierten sich die Albstädter gestern natürlich nur am Rande. Für sie war mit dem „Jahrhundertspiel“ ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Und mit der tadellosen Organisation setzten die Gastgeber weit über die Kreisgrenzen hinaus Maßstäbe.
„Mit der ersten Halbzeit bin ich vollauf zufrieden“, resümierte Albstadts Trainer Andreas Lang, der einen möglichen Führungstreffer gerne als „Tüpfelchen auf dem i“ bezeichnet hätte. Von der guten Atmosphäre zeigte sich selbst Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld beeindruckt: „Das war ein Superabschluss unseres Trainingslagers. Leider hat sich Luca Toni verletzt. Bei ihm wurde eine starke Prellung diagnostiziert.“


Pressebericht Zollern-Alb-Kurier vom 10.07.2009

Schippert und die Riesenchance

Zollern-Alb-Kurier vom 10.07.2009

Der FC 07 Albstadt glänzt gegen den Bundesligisten VfB Stuttgart auf und neben dem Platz                    
Der FC 07 Albstadt hat mit seinem couragierten Auftritt gegen den VfB Stuttgart Werbung in eigener Sache betrieben. Die 0:5-Niederlage bezeichnete Eventmanager Jürgen Estler als „sehr achtbar“.

von Ralph Conzelmann
Fünf Klassen liegen im wirklichen Fußball-Leben zwischen dem Landesligisten FC 07 Albstadt und dem Champions-League-Qualifikanten VfB Stuttgart. Vorgestern trennte die beiden Teams nach 45 von 90 Minuten aber nur ein einziges Tor. Speziell in der ersten Halbzeit hielt der krasse Außenseiter klasse mit und hätte gegen den fünfmaligen Deutschen Meister um ein Haar den Ausgleich erzielt.
„Normalerweise muss ich die reinmachen“, ärgerte sich Andreas Schippert über seine vergebene Torchance nach gut einer halben Stunde. Nicht wenige der 5000 Zuschauer wollten sogar ein elfmeterreifes Tackling am Albstädter Stürmer, der abgedrängt wurde, gesehen haben. Wohl auch, weil der Ball anschließend zu Sylwester Mitrenga gelangte, blieb Knut Kirchers Pfeife stumm. Mitrenga wiederum fand in VfB-Keeper Alexander Stolz seinen Meister.
Keine Frage: Die Albstädter konnten mit ihrem Auftritt mehr als zufrieden sein. Und es ehrt den Siebtligisten, wenn es der VfB den Blau-Weißen gleich tut. Denn obwohl die Stuttgarter alles andere als zu glänzen vermochten, zeigten sie sich mit dem Resultat einverstanden. „Ein munteres Spiel, das seinen Zweck voll erfüllt hat“, meinte Manager Horst Heldt.
Organisatorisch hatte der FC 07 sowieso alles im Griff. Vom Bus-Shuttle bis hin zur Stadionwurst – alles klappte. Zumindest so lange, bis die ersten Engpässe aufgrund des wohl in dieser Form nicht erwarteten Besucherandranges entstanden. „Ungefähr 3000 Karten gingen im Vorverkauf weg“, berichtete Rupert Linder. Der FC 07-Vorsitzende nannte am Ende die Marke von 3500 zahlenden Zuschauern. Gut 5000 dürften insgesamt im Albstadion gewesen sein – bedenkt man, dass Kinder und Jugendliche bis zwölf Jahren keinen Eintritt berappen mussten.
Der Albstädter Eventmanager Jürgen Estler hatte ein buntes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Zu den Höhepunkten zählte die Vorstellung jeder einzelnen Jugendmannschaft. „Dadurch wollen wir den Zusammenhalt demonstrieren“, erläuterte der Funktionär, der zugleich als Stadionsprecher alle Register zog.
Auch wirtschaftlich sollte sich der VfB-Auftritt gerechnet haben. Schließlich wurde gemunkelt, dass bereits bei 2500 Zuschauern eine schwarze Null geschrieben würde. Jeder Fan mehr brächte somit Bares in die Vereinskasse, zumal die Einnahmen aus der Bewirtung noch hinzukommen. Zu diesem Thema gab sich Rupert Linder gewohnt bedeckt – räumte aber immerhin ein: „Es ist doch klar, dass wir so ein Spiel nicht aus Spaß an der Freude oder wegen seines Selbstzwecks organisieren.“
Ein illustres Völkchen zeigte sich im eigens aufgestellten VIP-Zelt, das schon weit vor dem Anpfiff gut gefüllt war. Beim Eintreffen der VfB-Profis brandete spontan Applaus auf, wobei Thomas Hitzlsperger die meisten Klatscher auf sich vereinte, was beim Nationalspieler ein breites Grinsen hervorrief. Unter genauer Beobachtung stand Stuttgarts Neuzugang Alessandro Riedle (Grashoppers Zürich), der einige gelungene Aktionen hatte. Mehr oder minder ernst gemeint urteilte ein Tribünengast über den Sohn von Weltmeister Karl-Heinz Riedle: „Angesichts der überschaubaren Konkurrenz im VfB-Sturm sollte er sich behaupten können.“
Kurz vor 21 Uhr war der Spuk vorbei: Frisch geduscht huschten die Stuttgarter Bundesligakicker wieder in den Mannschaftsbus, nachdem sie zuvor zahlreiche Autogrammwünsche erfüllt hatten. Was bleibt, ist die Erinnerung an einen unterhaltsamen Fußballabend und die spannende Frage, was sich der FC 07 für 2010 einfallen lässt. Schließlich würde in einem Jahr der 1998 im FC 07 Albstadt aufgegangene FC Tailfingen seinen 100. Geburtstag feiern


Pressebericht des Zollern-Alb-Kuriers vom 02.07.2011

Stuttgart macht nur kurz ernst

Zollern-Alb-Kuriers vom 02.07.2011

Fussball-Freundschaftsspiel:
Oberligist TSG Balingen unterliegt dem VfB mit 0:4 (0:3)
Keine Überraschung: Mit 0:4 (0:3) unterlag Fußball-Oberligist TSG Balingen gestern Abend dem VfB Stuttgart. Das Gastspiel des Bundesligisten im Au-Stadion sahen knapp 3000 Zuschauer.
 
von Marcel Schlegel 
Zeitweise konnte die TSG Balingen gestern Abend mit dem VfB Stuttgart Schritt halten. Doch wann immer der Bundesligist kurz ernst machte, hatte die Elf von TSG-Trainer Karsten Maier nur das Nachsehen. Ganz so, wie es eigentlich sein sollte, wenn ein Fünft- einen Erstligisten fordert.
Eine erste Duftmarke setzte der fünfmalige Deutsche Meister nach sechs Minuten, als Raphael Holzhauser seinen Kollegen aus dem Stuttgarter Drittliga-Team, Pascal Breier, auf die Reise schickte, doch dessen Hereingabe in den Strafraum der TSG von Fabian Fecker in höchster Not zur Ecke geklärt wurde. Wie sollte es auch anders sein, der Bundesligist bestimmte die Partie, allzu zwingend war das aber nicht, was der VfB bis dahin bot. Auch nicht, als Holzhauser, der in der Anfangsphase richtig Dampf machte, aus 20 Metern draufhielt (9. Minute). Dann versuchte es VfB-Neuzugang William Kvist mit dem Kopf, überwinden konnte der Ex-Kopenhagener Balingens Torhüter Julian Hauser aber nicht (19.).
Doch so ganz allmählich machten die Gäste ernst. Holzhausers Distanzschuss rauschte knapp übers TSG-Gehäuse (21.), Georg Niedermeiers Kopfball hielt Hauser glänzend. Die Balinger kamen nun kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus – und das Team von VfB-Coach Bruno Labbadia, ballsicher und nun auch zielstrebig, legte die anfängliche Gemächlichkeit ab und spielte seine Angriffe nun konsequent zu Ende. Der Lohn blieb nicht aus: Nach einem Gentner-Eckball von rechts köpfte Niedermeier locker zum 0:1 (25.) ein.
Und die Elf aus der Landeshauptstadt steckte nicht zurück, nach einer halben Stunde bekamen die Gastgeber im eigenen „Sechzehner“ den Ball nicht weg, das Leder kullerte zu Breier, der aus wenigen Metern keine Mühe hatte, die Kugel zum 0:2 (30.) einzuschieben. Nur zwei Minuten später – das 0:3 (32.): Der Ex-Augsburger Ibrahima Traore fand den mitgelaufenen Christoph Hemlein, der unbedrängt auf Hauser zueilend die Nerven behielt. Es blieb bei der Dominanz des VfB, der sich vom Anspiel weg den Ball eroberte und sofort in die Spitze spielte. Erneut Breier zirkelte das hüpfende Leder aus fünf Metern in das Balinger Außennetz (33.).
Die TSG tat sich im Angriffspiel wie erwartet schwer – ein, zwei Kombinationen und schon war ein Stuttgarter zur Stelle. Folglich musste es über Standardsituationen gehen, sowie nach 39 Minuten. Eine Wiest-Hereingabe köpfte Fabian Fecker brandgefährlich aufs VfB-Tor: Eine richtig gute Chance war das, doch Stuttgarts Torhüter Sven Ulreich rettete spektakulär.
Zur Pause wechselten beide Trainer munter aus. Labbadia schickte sieben neue Akteure auf den Rasen, sein Gegenüber Karsten Maier gab gleich acht seiner Auswechselspieler die Chance, sich gegen die Profis zu beweisen. Gut tat dies der Partie zunächst nicht. Der Bundesligist beschränkte sich nun darauf, den Ball in den eigenen Reihen zu halten – und die Balinger, die kämpften, kamen gegen den hochklassigen Gegner halt nicht so recht zu Geltung. Laut wurde es im Au-Stadion nach gut einer Stunde, als Nationalspieler Gentner an der Strafraumgrenze zwei Balinger austänzelte und das Leder sehenswert ins linke Lattenkreuz schlenzte – zum 0:4 (59.). Dann hatte die TSG mal wieder eine richtig gute Szene, doch Manuel Pflumms Freistoß strich über das Quergebälk (61.). Der VfB machte in der Folge nicht mehr viel und die TSG nutzte ihre Freiräume, kombinierte nun gefällig.
Brenzlig wurde es jedoch auf der Gegenseite. Der eingewechselte Arthur Boka tankte sich auf der linken Außenbahn durch, flankte scharf auf Hemlein, dessen wuchtiger Kopfball jedoch übers Tor ging (71.). Wenig später sorgte erneut Boka für Verwirrung im Strafraum der Maier-Elf. Sein abgefälschter Schuss landete bei Kevin Stöger, der aus acht Metern den Ball nicht richtig und deshalb nur das Außennetz traf (75.).
Der VfB überließ den Balingern nun den Spielaufbau – stets wissend, dass er, wann immer es nötig wurde, noch eine Schippe draufpacken konnte.
 
So spielten sie: TSG Balingen – VfB Stuttgart 0:4 (0:3)
TSG Balingen: Hauser; Fecker, Güven, Kurth, Sahin, Wiest, Jauß, Kohle, Foelsch, Mundt, Olcay – zur zweiten Halbzeit eingewechselt: Sauter, Todorovic, Raab, Keller, Pflumm, Schaplewski, Spataro, Wissmann
VfB Stuttgart: Ulreich; Molinaro, Kvist, Tasci, Niedermeier, Traore, Gentner, Holzhauser, Celozzi, Breier, Hemlein – zur zweiten Halbzeit eingewechselt: Leno (TW), Boka, Rathgeb, Lang, Bauer, Bicarcic, Stöger
Tore: 0:1 Niedermeier (6.), 0:2 Breier (30.), 0:3 Hemlein (36.), 0:4 Gentner (60.)
Schiedsrichter: Dominik Schaal (Tübingen)
Zuschauer: 3000